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Immer wieder taucht die Frage auf: Wie stark sollte ein Sportbogen sein? Wie stark sollte ein Bogen für Kinder, Anfänger, Fortgeschrittene Bogensportler sein?

Sportbogen können grob nach drei Parametern eingeteilt werden. Die Disziplin, die Größe und das Zuggewicht. All diese Faktoren sollen in diesem Artikel erörtert werden.

Zuggewicht - wie stark sollte ein Sportbogen sein?

In diversen Dokumentationen ist zu lesen, dass die Antwort auf diese Frage vom Einsatzzweck und vom gewünschten Schießstil abhängen sollte. Dieser Aussage soll hier nicht gefolgt werden! Die Erfahrung zeigt, dass dem Anfänger die unterschiedlichen Schießstile überhaupt nicht bekannt sind, daher kann er hier keine Entscheidung treffen. Auch der spätere Einsatzzweck spielt für den Anfänger keine Rolle, denn er muss Grundsätzlich zuerst einmal das Bogenschießen erlernen und kann sich danach auf einen bestimmten Einsatzzweck einstellen. Vergleiche dies z. B. mit dem Schwimmsport, zuerst schwimmen lernen, später entscheiden ob Brust, Kraul, Delfin oder vielleicht Langen der schönste Stil ist und ob der Schwimmer besser für die 100 m oder die 1.000 m Wettkämpfe geeignet ist.

Für Anfänger und Fortgeschrittene Bogensportler gibt es zwei gegensätzliche Regeln für das Zuggewicht.

Anfänger - Das Zuggewicht sollte so gering wie möglich und so stark wie nötig sein!

Für Fortgeschrittene Bogensportler ist die Regel genau umgekehrt.

Fortgeschrittene - Das Zuggewicht sollte so groß wie möglich und so gering wie nötig sein!

Wie kommen wir zu diesen Regeln? Aber zuerst einmal:

Was ist das Gewicht eines Sportbogens?

Das Gewicht eines Bogens kann mit einer einfachen Waage (z. B. Küchenwaage) leicht gemessen werden. Typische Bogen haben etwa folgende Gewichte:

Einfache, leichte Bogen aus modernen Materialien beginnen bei Gewichten von etwa 500 g also etwa einem Pfund. Stärkere wiegen einige Gramm mehr, bis zu etwa einem Kilogramm. Zu dieser Kategorie zählen Folgende Bogenklassen:

  • Moderner Langbogen
  • Holz Recurve Blankbogen für Kinder und kleine, schwache Erwachsene.
  • Moderner Koreanischer Bogen

Traditionelle Holzbogen sind etwas schwerer, das Holz muss die Energie für den Abschuss des Pfeils in den Wurfarmen speichern. Die gespeicherte Energie ist hierbei direkt proportional zum Gewicht des Bogens. Solche Bogen wiegen meist 1-2 kg, können aber auch über zwei Kilogramm wiegen, z. B. beim englischen Kriegsbogen, auch Strongbow oder Warbow genannt. Weitere Bogen dieser Klasse sind:

  • Selfbow
  • Englischer Langbogen
  • Holmengaard Bogen

Jagdbogen wiegen meist zwischen 700 g bis zu 2 kg

Bei einem olympischen Blankbogen wiegt das Mittelstück meist in der Größenordnung von 1,5 kg, dazu kommen noch die Wurfarme zu je etwa 200 g und weitere Anbauteile, sodass der komplette Bogen auf ein Gesamtgewicht etwa 2-3 kg kommt.

Auch ein Compound Jagdbogen hat ein Gesamtgewicht von bis zu 2-3 kg.

Olympische Recurve- und Compoundbogen mit kompletter Stabilisation kommen auf Gesamtgewichte im Bereich von bis zu 4 kg.

Je leichter der Bogen, desto einfacher lässt er sich am ausgestreckten Arm halten. Weiterhin verwandelt ein leichter Bogen, insbesondere leichte Wurfarme, die eingebrachte Kraft besser in Bewegungsenergie, er kann also einen Pfeil schneller wegschleudern als ein schwerer Bogen. Ein zu leichter Bogen hat auch einen Nachteil, aufgrund der geringen Masse haben wackeln und zittern beim Zielen einen größeren Einfluss.

Was ist das Zuggewicht eines Sportbogens?

Im Gegensatz zum Gewicht, handelt es sich bei dem Zuggewicht um die Kraft die benötigt wird, um den Bogen zu spannen. Bei dem Zuggewicht müssen zwei Werte unterschieden werden:

Auf den Wurfarmen bzw. auf dem Bogen ist ein Standardzuggewicht angegeben. Dieses Zuggewicht wird meist bei einer Auszuglänge von 28 Zoll beim gespannten Bogen gemessen (28 Zoll entsprechen etwa 71 cm). Diese Angabe dient dem Vergleich verschiedener Bogen, so lässt sich leicht feststellen ob ein Bogen stärker ist, als ein anderer. Abweichend sind Kinderbogen, die gar keine 28 Zoll ausgezogen werden können, ohne sie zu beschädigen.

Auf manchen Wurfarmen sind mehrere solcher Angaben. Diese Wurfarme lassen sich mit Griffstücken unterschiedlicher Größe kombinieren, wodurch sich unterschiedliche Gesamtbogenlängen ergeben. Aufgrund der unterschiedlichen Länge des Bogens und der Hebelgesetze ergeben sich, bei gleicher Auszuglänge (28"), unterschiedliche Zuggewichte.

Für den Sportler ist dieses Standard Zuggewicht uninteressant. Wichtiger ist das reale Zuggewicht, gemessen an den Fingern des Bogenschützen. Gemessen wird das reale Zuggewicht mit einer Bogen- oder Federwaage. Eine Kofferwaage ist meist ebenfalls geeignet. Die Sportler sprechen hier von z. B. 32 lbs auf den Fingern.

Die Abkürzung lb kommt aus der lateinischen Sprache und steht für libra und bedeutet soviel viel Waage. Im Plural werden dann libras, zu lbs abgekürtzt (ausgesprochen 1 Pfund, 2 libs, 3 libs, ...). Ein Bogen hat dann also 35 lbs also 35 libras oder 35 libs auf den Fingern.

Wird im allgemeinen von einem schweren Bogen gesprochen, so ist nicht dessen Gewicht, sondern dessen hohes Zuggewicht gemeint.

Zurück zum Zuggewicht: Wie stark sollte denn ein Sportbogen nun sein? Um diese Frage zu beantworten müssen wir uns noch der Disziplin zuwenden.

Bogendisziplinen

Die Bogenjagd (in Deutschland verboten) stellt hier eine Ausnahme dar, denn der Jäger muss den Bogen manchmal sehr lange halten können, bevor seine Beute in einer guten Schußposition steht. Dennoch muss der Bogen sehr viel Energie aufbringen um das Tier zuverlässig zu töten und nicht leiden zu lassen. Für diese Disziplin wurde der Compound Bogen entwickelt. Beim Compound ist das Zuggewicht über fast die gesamte Auszuglänge sehr hoch und fällt dann kurz vor dem Ankerpunkt abrupt ab. Am Ankerpunkt selbst beträgt das Zuggewicht dann nur einen Bruchteil, wodurch der Bogen, erst einmal ausgezogen, sehr lang gehalten werden kann.

In allen anderen Disziplinen wird das Zuggewicht größer, je weiter der Bogen ausgezogen wird. Weiterhin wird der Bogen länger im Vollauszug gehalten, je technischer die Disziplin ist. Je intuitiver hingegen, je natürlicher der Schussablauf ist, desto kürzer wird der Bogen im Vollauszug gehalten. Im Extremfall spricht man beim intuitiven Bogenschießen manchmal sogar vom fliegenden Anker, da manche Sportler überhaupt nicht ankern, sondern den Bogen in einer einzigen Bewegung spannen und abschießen.

So kann es gut sein, dass die Ankerphase 0 bis 2 Sekunden bei traditionellen-, Lang- und Jagdbogen dauert und sich diese Zeit beim olympischen Hochleistungssportler bis auf 10 Sekunden ausdehnt. Letzteres ist beachtlich, stehen dem Sportler doch oft nur maximal insgesamt 20 Sekunden pro Pfeil zur Verfügung.

Auch die Anzahl der verschossenen Pfeile ist bei den Disziplinen unterschiedlich. Auf der Jagd wird typischer Weise ein einziger Pfeil verschossen. Verfehlt dieser Pfeil sein Ziel, so wird es in den allerwenigsten Fällen die Gelegenheit eines zweiten Schusses geben.

Beim 3D-Schießen, also bei der Simulation einer Bogenjagd auf Kunststofftiere, dürfen pro Ziel bis zu drei Pfeile verschossen werden, wobei nur ein einziger Treffer zulässig ist. Bei üblichen 20-40 Zielen ergeben sich daraus 20-120 verschossene Pfeile, verteilt auf die Dauer des Parcours. Die üblich verwendeten traditionelen-, Jagd- und Compoundbogen belasten den Sportler weniger, da entweder nicht besonders lang geankert wird oder das sogenannte let-off (Zugewicht in der Ankerposition beim Compound) recht gering ist.

Die größte Belastung entsteht beim olympischen Bogensport. Erstens werden große Distanzen (70 m oder 90 m) geschossen. Zweitens wird, im Vergleich zu den anderen Disziplinen, sehr lange geankert. Weiterhin ist, in der Ankerposition, das größte Zuggewicht auf den Fingern. Nicht zuletzt werden, je nach Wettkampf 60, 72 oder beim Sterneschießen sogar 144 Pfeile verschossen.

Sportzweck

Für alle Disziplinen muss noch der Zweck und damit die Intensität berücksichtigt werden, mit der der Bogensport betrieben wird.

  • Behindertensport - angepasst an die Bedürfnisse.
  • Spaßschießen - maximal einmal pro Woche.
  • Breitensport - meist zwei- bis dreimal pro Woche, 60 oder 72 Pfeile pro Trainingstag.
  • Leistungssport - mehrmals pro Woche 1-2 Stunden, 120 Pfeile täglich.
  • Hochleistungsport - nahezu täglich viele Stunden, 200-300 Pfeile täglich.

Anfänger - Recurve Blankbogen aus Holz

Grundsätzlich sollte das Training, wie in jeder Sportart, langsam angegangen und an die Fähigkeiten des Sportlers angepasst werden. Je präziser die Bogendisziplin, desto langsamer sollte das Zuggewicht gesteigert werden. Zum Lernen empfielt sich, mit dem aus Holz gefertigten olympischen Blankbogen zu beginnen. Diese Bogen sind leicht und haben ein geringes Zuggewicht (ab 10 lbs), welches in kleinen Stufen, zu je zwei lbs angepasst werden kann. Darüber hinaus gibt es diese Bogen sowohl für Rechtshand- als auch für Linkshand-Schützen (bitte nicht mit Rechts- und Linkshändern verwechseln) und in vielen Größen, meist ab 48 bis 70" (Zoll) Bogenlänge.

Dieser Bogen eignet sich hervorragend, die grundlegenden Techniken für das Bogenschießen zu erlernen. Anfänger, die sich nicht absolut sicher sind, in welcher Disziplin sie später den Bogensport betreiben möchten, sollten mit solch einem Bogen unter sachverständiger Anleitung beginnen.

Fortgeschrittene - beliebiger Bogen

Die meisten Bogenklassen (mit Ausnahme des Selfbows) haben erheblich größere Zuggewichte (meist ab 30 lbs, sehr wenige, teure, ab 25 oder 20 lbs) die Abstufungen liegen meist bei 5 lbs. Der Selfbow bildet eine Ausnahme, er wird, wie der Name sagt, selbst gebaut (oder individuell angefertigt). Im Zuge des Tillerns kann der Selfbow auf jedes beliebige Zuggewicht angepasst werden. Bei geschicktem Design, kann sogar der Selfbow später an die gesteigerte Leistungsfähigkeit des Fortgeschrittenen angepasst werden.

Bei guter Ausbildung kann vom Anfänger Holz Recurve Bogen auf jeden anderen Bogen und auf jeden Schießstil, leicht weiter entwickelt werden. Umgekehrt ist es leider nicht so, die Beobachtungen zeigen, dass Bogensportler, die mit anderen Bogendisziplinen begonnen haben, große Schwierigkeiten haben, später auf eine andere Disziplin umzusteigen.

Bezogen auf das Zuggewicht gilt:

Anfänger - Das Zuggewicht sollte so gering wie möglich und so stark wie nötig sein!

Jeder, der zum ersten Mal einen Bogen in der Hand hat, versucht sofort das Ziel zu treffen.

Dies lässt sich gut mit anderen Sportarten vergleichen, Schwimmen z. B. Was wird man im Schwimmsport zuerst üben? Das Schnellschwimmen, das Langstreckenschwimmen oder sollte der Anfänger zuerst den Freischwimmer machen, also schwimmen lernen? Im Bogensport will jeder zuerst treffen, alles andere scheint zweitranig zu sein. Dabei ist ein perfekter Bewegungsablauf im Bogensport die Grundlage für dauerhaften Erfolg. Schlimmer noch, in Tausenden von Jahren hat sich herausgestellt, dass der intuitiv von jedem Anfänger ausgeführte Bewegungsablauf NICHT geeignet ist, dauerhaft und verletzungsfrei den Bogensport auszuführen. (Letzteres gilt zumindest für den Leistungs- und Hochleistungsport.)

Um ohne Anstrengung einen perfekten Bewegungsablauf zu erlernen, sollte der Anfänger einen Bogen verwenden, der ein möglich geringes Zuggewicht hat! Je geringer das Zuggewicht, desto länger kann der Bogen gehalten werden, insbesondere um die einzelnen Körperstellungen und Bewegungen korrigieren und dann einprägen zu können.

Häufig sagen Anfänger etwas wie: "Ich treffe bereits auf 10 m die Zielscheibe." Besser wäre es zu sagen: "Ich beherrsche bereits die ersten Schritte meines Schussablaufs!"

Je nach Körpergröße, Armlänge etc. sind Bogen mit einem Zuggewicht von 10-16 lbs für das Anfängertraining gut geeignet.

Die zweite extrem wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Anfängertraining ist ein erfahrener Bogentrainer. Einer welcher die biomechanischen Anforderungen an den Bogensportler kennt, welcher sich mit den verschiedenen Disziplinen auskennt und darüber hinaus didaktisches Geschick hat, die Zusammenhänge zu analysieren und zu vermitteln.

Erfahrene Bogenschützen, die nur eine einzige Disziplin betreiben, sind, so motiviert sie auch sein mögen, weniger geeignet, da sie dazu tendieren, dass, was sie für sich als richtig erkannt haben, dem Nachwuchs als die Wahrheit zu beschreiben.

Fortgeschrittene - Das Zuggewicht sollte so groß wie möglich und so gering wie nötig sein!

Für Bogensportler, die einen präziesen Schussablauf entwickelt haben, kann das Zuggewicht langsam, in kleinen Stufen erhöht werden. Angepasst an die Trainingsfrequenz und die Leistungsfähigkeit des Schützen, wird irgendwann das maximale Zuggewicht erreicht. Die Betonung liegt hier auf LANGSAM, in KLEINEN Stufen!

Je größer das Zuggewicht ist, desto schneller fliegen die Peile, desto flacher wird die Flugbahn und desto starrere (wir sagen steifere) Pfeile können verwendet werden!

  • Schnelle Pfeile sind störenden Einflüssen wie Wind oder Regen nicht so lange ausgesetzt.
  • Eine flachere Flugbahn ist kürzer als eine steilere, wodurch der Pfeil noch schneller am Ziel ist. Außerdem begünstigt eine flache Flugbahn das Zielen.
  • Steife Pfeile biegen sich weniger, wodurch der Fahrtwind weniger Einfluss auf den Pfeilflug hat.
  • Ein stärkerer Bogen lässt sich durch Lösefehler geringer beeinflussen.

Allerdings gilt auch:

  • Der Sportler ermüdet durch einen stärkeren Bogen schneller.
  • Das Muskelzittern wird größer, das Zielen ungenauer.
  • Die gesamte Belastung des Körpers ist größer.

Irgendwann wird sich ein Gleichgewicht zwischen den Vor- und Nachteilen eines stärkeren Bogens einstellen. Abhängig von vielen Faktoren, liegt dieses Maximum an Präzision und Freude bei jedem Bogensportler an anderer Stelle und es verändert sich über die Zeit. Wer dauerhaft mit Freude den Bogensport betreiben möchte, muss sich an dieses Maximum langsam herantasten und es immer wieder überprüfen.

Viele Bogensportler überschätzen sich bei ihrer Fähigkeit einen starken Bogen vernünftig zu schießen. Nimm einfach einen 30-40 oder gar 50 # Bogen in die Hand und ziehe ihn aus, es wird Dir sogar als ungeübten Sportler relativ leicht fallen. Bedeutet dies, dass der Bogen zu schwach ist? Auf keinen Fall, vermutlich ist er bereits viel zu stark. Ein Sportbogen hat das richtige Zuggewicht, wenn Du nach 200 kontinuierlich und mit perfekten Bewegunsablauf ausgeführten Schüssen, mit ihm immer noch absolut präzise und ohne Ermüdungserscheinungen, schießen kannst.

Unterschätze auch bitte nicht die Zukunft! Viele Anfänger, die den Bogensport als Steckenpferd für sich entdeckt haben, trainieren regelmäßig. Durch dieses regelmäßige und ausführliche Training wird die Muskulatur gut aufgebaut. In der Erwartung, dass es dann so weiter geht, wird bald ein Bogen gekauft, der noch Potential für Leistungssteigerungen hat. Häufig geht das Trainingspensum nach ein bis zwei Jahren zurück, bei Erwachsenen, jenseits von 40 Jahren, kommt dazu noch der natürliche Leistungsabfall.

Gern darf man hier auch bei der Regel für Anfänger bleiben: Das Zuggewicht sollte so gering wie möglich sein, um die Wettkampfdistanz, zuverlässig, mit Freude und dauerhaft, meistern zu können.

Jugendliche - Ein ganz besonderer Hinweis zum Zugegewicht!

Für Jugendliche müssen die Regeln abgeändert werden. Jugendliche, die Sport treiben entwickeln sowohl ihre Muskulatur als auch ihre Koordination ganz gewaltig.

Bei einem Erwachsenen, der regelmäßig trainiert, geeignet ist und sich Mühe gibt, ist es möglich innerhalb eines Jahres den Bewegungsablauf und das Zuggewicht so weit zu optimieren, dass er anfangen kann, sich auf die entgültige Wettkampfdistanz einzustellen.

Für Schüler und Jugendliche werden z. B. vom DSB (deutschen Schützen Bund) extra geringere Distanzen vorgesehen.

Warum ist das so? Zu Beginn der Pubertät setzt häufig ein stärkeres Längenwachstum ein. Gegen Ende der Pubertät kommt dazu meist noch ein ordentliches Muskelwachstum. Schüler, die z. B. mit 9 Jahren mit dem Bogensport angefangen haben, können mit 15 Jahren bereits auf sechs Jahre Erfahrung zurückblicken. Bei regelmäßigem und zielführendem Training haben sie dann bereits ettliche Turniere geschossen und beherrschen ihren Bewegungsablauf. Dazu kommt ausreichende Kraft für einen starken Wettkampfbogen.

Leider sind die Gelenke in diesem Alter noch nicht ausgewachsen und können den mit einem starken Bogen auftretenden Belastungen nicht standhalten. Die Folge: Nach zwei Jahren Leistungssport sind die Gelenke für den Rest des Lebens geschädigt und schmerzen bei jeder Bewegung. Es gibt leider viele Bogensportler, die diese Erfahrung machen mussten.

Es MUSS also für Jugendliche, egal wie erfahren sie sind, gelten, was für Anfänger gilt! Das Zuggewicht so gering wie möglich!

Einen eigenen Bogen zu früh zu kaufen, ist immer falsch!

Teile des Bogens, komplette Bogen und sogar komplette Bogensportausrüstungen können kostengünstig geliehen oder gemietet werden. Häufig erhält man bei späteren Kauf einen Teil oder die gesamten Mietgebühren zurückerstattet. Es macht demnach überhaupt keinen Sinn, unüberlegt einen Bogen zu kaufen.

In guten Bogensportfachgeschäften, so auch im BOGENPARADIES wirst Du bezüglich des sinnvollen Zuggewichts beraten. Insbesondere gibt es dort auch Leihbogen und Mietbogen. Am Besten Du rufst jetzt sofort unter der Hotline

an und vereinbarst einen entsprechenden Termin.